TÜV Zertifikat für PAUL Performance

Der TÜV Rheinland hat PAUL Performance zertifiziert. Damit bestätigt der TÜV, dass das Regelsystem, das den adaptiven hydraulischem Abgleich sicherstellt, als alternatives Verfahren anerkannt ist. Genauer heißt es, dass PAUL Performance dem hydraulischen Abgleich nach Verfahren A und B (VDZ) mindestens gleichwertig ist und somit die PAUL Performance Regelung nach GEG § 60c (3) als gleichwertiges Verfahren angesehen werden kann.

Was PAUL Performance bewirkt und welche Grundlage dabei der hydraulische Abgleich spielt, klären wir in unserem Interview mit unserem Technikleiter, Timo Jäger, Head of Technical Engineering, der die Zertifizierung begleitet hat.

PAUL Tech steht für neue Lösungen für die Gebäudeenergieeffizienz, um CO2-Emmissionen zu minimieren. Warum der Fokus auf den hydraulischen Abgleich?
Der Gebäudesektor spielt eine entscheidende Rolle im Kontext des Energieverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung. Ineffizienzen in diesem Bereich entstehen oft durch eine Reihe von Problemen: Überdimensionierte, defekte oder schlecht gewartete Heizkessel, Pumpen und Warmwasserspeicher stellen ein Kernproblem dar. Hinzu kommt ein unzureichender hydraulischer Abgleich des Systems oder Teilsystems. Ein nicht korrekt durchgeführter hydraulischer Abgleich kann zu einer suboptimalen Wärmeverteilung führen, was in einer Reihe von negativen Folgen resultiert: erhöhter Energieverbrauch, ungleichmäßige Erwärmung von Räumen und eine gesteigerte Belastung der Heizkomponenten. Diese Faktoren tragen nicht nur zu einer Verschwendung von Energie bei, sondern können auch die Lebensdauer von Heizsystemen verkürzen und zu unnötigen Mehrkosten führen. Durch die Optimierung dieser Aspekte lässt sich ein bedeutender Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor leisten.

Was ist der hydraulische Abgleich und warum muss er durchgeführt werden?
Die VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. definiert wie folgt: „Der hydraulische Abgleich ist der Vorgang, die Volumenströme in den einzelnen Teilsystemen auf, die in der Planung berechneten Soll-Volumenströme abzustimmen“. Das heißt, dass zu jeder Zeit an jedem Ort die entsprechende Wassermenge (und damit auch die Energiemenge) zur Verfügung gestellt werden muss.

Fließendes Wasser in einem Rohrsystem erfährt durch die Reibungsverluste an der Rohrwand sowie Formstücke in der Rohrinstallation einen Widerstand und damit einen Druckverlust. Je weiter ein Verbraucher von der Wärmequelle/Pumpe entfernt ist, desto größer wird der Widerstand durch das vorhandene Rohrnetz. Weil Wasser immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt, werden in einem nicht abgeglichenen System die entferntesten Verbraucher unzureichend mit Heizwasser versorgt.

Im unreguliertem Zustand verteilt sich das Wasser nach dem hydraulischen Prinzip: Durch die Heizungsleitungen mit der geringsten Rohrlänge (und dem dementsprechend geringsten Widerstand) fließt das meiste Wasser, durch die Heizungsleitung mit der größten Rohrlänge das wenigste. Die Verbraucher der hydraulisch günstig gelegenen Steigleitungen werden überversorgt, d.h. der Differenzdruck an den Verbrauchern ist so hoch, dass das Wasser sehr schnell durch die Wärmetauscherfläche fließt und nicht ausreichend Zeit hat, effektiv Wärme an die Umgebungsluft abzugeben. Folglich ist die Rücklauftemperatur in dem hydraulisch günstigen Strang sehr hoch (Temperaturunterschied kleiner als 10 Kelvin, oft sogar kleiner als 5 Kelvin). Zusätzlich können aufgrund des hohen Differenzdrucks und der damit verbundenen hohen Fließgeschwindigkeiten laute Strömungsgeräusche an den Heizkörperventilen entstehen. Die hydraulisch ungünstigen Heizungsstränge werden aufgrund des Druckverlustes in den Rohrleitungen unterversorgt, da die erforderliche Wassermenge nicht bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden kann. So wird der Sollvolumenstrom nicht erreicht und die einzelnen Verbraucher erbringen nicht die entsprechende Leistung.

Warum ist PAUL Performance nun die beste Lösung, um den hydraulischen Abgleich durchzuführen?
Das Zusammenspiel aus unserer selbst gefertigten IoT-fähigen Hardware und unserer eigens entwickelten künstlichen Intelligenz (KI) sorgt dafür, dass Heizungs- und Warmwasseranlage immer im optimalen und hocheffizienten Betriebsfenster laufen. Das Wärmenetz wird permanent auf den tatsächlichen Bedarf der angeschlossen Nutzer eingeregelt. PAUL erbringt so dauerhaft den adaptiven hydraulischen Abgleich, digitalisiert die Wärmeverteilung im Gebäude und senkt den Energiebedarf deutlich. PAUL zielt darauf ab, bestehende Unausgewogenheit im System zu erkennen und diese zu korrigieren, um so Energieeffizienzprobleme anzugehen oder diese zu lösen. PAUL demonstriert erfolgreich seine Fähigkeit, Leistungsvorhersagen des Systems und Teilsysteme aufrechtzuerhalten, wodurch die Energieeffizienz des Heizprozesses verbessert wird. Das optimiert die Energieeffizienz und spart somit Energie, Emissionen und Kosten.

Viele unserer Kunden benötigen den Nachweis, dass Sie den hydraulischen Abgleich nach VDZ durchgeführt haben. Können wir diesen Nachweis ausstellen?
Ja. Unser Regelverfahren ist TÜV zertifiziert und dem hydraulischen Abgleich nach Verfahren A und B (VDZ) mindestens gleichwertig. Somit wird die PAUL Performance Regelung nach GEG § 60c (3) als gleichwertiges Verfahren angesehen. Da wir auch die Zulassung als Fachbetrieb haben, können wir den Nachweis auch per Unterschrift bestätigen.

Sie wollen wissen, welche Effekte Sie mit PAUL Performance erzielen können? Dann lesen Sie hier weiter


Timo Jäger ist seit 2021 bei der PAUL Tech AG und leitet dort den Bereich Technical Engineering. Seine Studienabschlüsse hat er in Bingen und Mainz mit den Schwerpunkten Versorgungtechnik und technisches Gebäudemanagement absolviert. Bevor er zur PAUL kam, hatte er Stationen bei der LUWOGE Consult und bei BALCK+Partner. Timo auf LinkedIn

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